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Aktuelles aus dem Kompetenzzentrum

Compliance / Kooperationsmanagement

Compliance

Corporate Compliance wird im herkömmlichen Sinne verstanden als die Gesamtheit aller zumutbaren Maßnahmen, die das regelkonforme Verhalten eines Unternehmens, seiner Organisationsmitglieder und seiner Mitarbeiter im Hinblick auf alle gesetzlichen Ge- und Verbote begründen. Mit diesem Verständnis suchen Unternehmen durch einen Compliance-Verantwortlichen im Wege einer internen Risikoanalyse, sowie durch interne Information und Schulung der Mitarbeiter den Anforderungen gerecht zu werden. In dieser Form stellt sich Compliance als Kontrolle, nicht jedoch als Gestaltung dar. Doch zielt Compliance nicht nur auf gesetzeskonformes Handeln, sondern darüber hinaus auf die Wahrung aller gesellschaftlichen Richtlinien und Wertevorstellungen im unternehmerischen Handeln, um durch offensives gestalterisches Handeln Wettbewerbsvorteile zu erreichen. Damit ist Corporate Compliance ein nachhaltiges Instrument zur Positionierung des Unternehmens bei Banken, Kunden und Lieferanten. In kleinen und mittleren Unternehmen ist Corporate Compliance, wenn überhaupt, nur defizitär vorhanden. Die Chancen einer funktionierenden Compliance-organisation im Unternehmen werden nicht genutzt. Gerade kleinen Unternehmen drohen damit schwere Wettbewerbsnachteile dadurch, dass sie im Rating sowie in der Außendarstellung gegenüber Kunden und Lieferanten schlechter wahrgenommen werden, als sie in Wirklichkeit sind.

Das den KMU fehlende relevante Wissen zur Corporate Compliance wird aufbereitet und ihnen unternehmensbezogen vermittelt und zur Verfügung gestellt. Ausgehend von der kontinuierlichen Analyse der sich fortlaufend verändernden Anforderung an Compliance soll durch Unternehmensbefragungen unter KMU der Kenntnisstand sowie der Bedarf ermittelt werden. In branchen-/ größenspezifischen Fallstudien werden Compliance- und Umsetzungsinstrumente erarbeitet und fortlaufend weiterentwickelt, um im weiteren Verlauf allen KMU zur Verfügung zu stehen. Diese Informationsbasis soll und muss regelmäßig aktualisiert werden, um die Wettbewerbsfähigkeit gerade kleiner Unternehmen nachhaltig zu steigern.

Kooperationsmanagement

Zur Optimierung (Schaffung von Transparenz und Koordination) der vorhandenen und zu entwickelnden Beratungs- und Dienstleistungsstrukturen für klein- und mittelständische Unternehmen bedarf es eines Netzwerkes mit der Errichtung einer zentralen Einheit, die die zuvor genannten Unterstützungsangebote kundenorientiert zusammenführt, Bedarfe ermittelt und konzipiert und den Kunden als „Lotse“ maßgeschneidert zum richtigen Angebot führt. Diese Aufgabe ist nur durchführbar, wenn klare rechtliche Vereinbarungen die mitgliedschaftlichen Kompetenzen und wettbewerbliche Situation der Anbieter festlegen. Die zentrale Einheit selbst bedarf der rechtlichen Gestaltung und Absicherung (ggf. nach Projektphase).

Die Errichtung der zentralen Einheit ist personalwirtschaftlich zu organisieren und durch arbeitsrechtliche Instrumente umzusetzen. Zur Erfüllung ihrer Aufgabe müssen aufgrund der wettbewerblichen Situation der Dienstleistungsanbieter die Angebote sachlich, personell und räumlich geordnet werden. Dies kann durch Vertragsgestaltung erreicht werden. Ebenso sind die Rechtsbeziehungen der Kunden zu Netzwerk wie auch des Netzwerkes zu den Dienstleistern vertraglich zu regeln. Die Errichtung eines solchen Netzwerkes ist wettbewerbs- und kartellrechtlich zu prüfen.



Stand: 23.06.2016 Drucken

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