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Aktuelles aus dem Kompetenzzentrum

Wachstum, Wandel und Organisationsentwicklung im Mittelstand

Ungeachtet ihrer jeweiligen theoretischen/ empirischen Fundierung und inhaltlichen Ausformung besteht eine wesentliche Gemeinsamkeit einschlägiger Phasen- bzw. Verlaufsmodelle wachstumsbedingter organisationaler Entwicklung in der Skizzierung eines sich sukzessive vollziehenden, fundamentalen Wandels der betrieblichen Funktionslogik. Im Hinblick auf die Analyse der sich in diesem Zusammenhang ergebenden Veränderungs- bzw. Anpassungserfordernisse der betrieblichen Handlungslogik bleiben die entsprechenden Ausführungen allerdings oftmals recht oberflächlich. Dies liegt zum einen daran, dass die verschiedenen Autoren ihre Überlegungen zumeist an Fragen der allgemeinen Unternehmensteuerung und/ oder der (externen) Marktbearbeitung orientieren, während organisationsinterne Aspekte demgegenüber in den Hintergrund treten. Zum anderen resultiert der umfassende Geltungsanspruch der meisten Wachstumsmodelle (der in aller Regel von der Neugründung bis hin zum ausgebauten Großunternehmen reicht) nahezu zwangsläufig in einer eher groben, zuweilen holzschnittartigen Beschreibung der einzelnen Entwicklungsstufen; die inhärente „soziale Dynamik“ betrieblichen Wachstums, die schließlich auch in einen tiefgreifenden Wandel der betrieblichen Sozialordnung ihren Ausdruck findet, kann so jedoch nicht hinreichend differenziert abgebildet werden.

Im Mittelpunkt des vorliegenden Forschungsfeldes steht mit der betrieblichen Frühentwicklung vom Kleinunternehmen zum Mittelbetrieb ein erster wesentlicher Abschnitt (wachstumsbedingter) organisationaler Entwicklung. Ausgehend von einem soziologisch begründeten Verständnis betrieblicher Funktionsfähigkeit wird der Frage nachgegangen, inwieweit grundlegende Effekte eines fortschreitenden Größenwachstums sozialer Systeme – Differenzierung sowie Entkopplung von Sozial- und Systemintegration – in dieser Phase als Ursache, in Teilen aber auch als Auswirkung eines organisationskulturellen Wandels wachsender Unternehmen aufgefasst werden können.



Stand: 03.11.2014 Drucken

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